Häufig gestellte Fragen
- 1. Bin ich die einzige, der es so geht?
- Viele Frauen, die in die Wechseljahre kommen, berichten über sexuelle Lustlosigkeit und jede Vierte dieser Frauen leidet darunter. In der Medizin wird dieser Zustand als Hypoactive Sexual Desire Disorder (oder HSDD) bezeichnet. Die Frustration, die mit sexueller Lustlosigkeit einhergeht, weckt in ihnen oft das Gefühl, sich von ihrem Partner entfernt zu haben. Häufig sorgen sie sich um die Stabilität der Beziehung.
- 2. Geht diese Phase von allein wieder vorbei?
- Bei sexueller Lustlosigkeit, die starken Leidensdruck verursacht, handelt es sich oft nicht nur um eine Phase, die von allein vorübergeht. Ein Absinken der Hormonspiegel in den Wechseljahren, z.B. nach einer Totaloperation, kann dafür verantwortlich sein. Sie müssen diese negativen Empfindungen aber nicht tatenlos als eine Begleiterscheinung der Wechseljahre hinnehmen.
- 3. Ist sexuelle Lustlosigkeit eine Sache der Einstellung?
- Sexuelle Lustlosigkeit kann bei Frauen ganz unterschiedliche Ursachen haben. Dies können seelische Ursachen, etwa Partnerschaftskonflikte, belastende Lebensumstände, Depressionen oder das Gefühl des Verlusts der Fraulichkeit oder der Attraktivität sein. Auch Veränderungen der Hormonspiegel können verantwortlich sein, denn Östrogen spielt eine wichtige Rolle für die Vaginalfeuchtigkeit, und Testosteron ist von zentraler Bedeutung für das sexuelle Verlangen der Frau. Es gibt einige Krankheiten, mit denen ein vermindertes sexuelles Verlangen einhergeht. Dazu gehören Depressionen, Diabetes, Erkrankungen der Schilddrüse, Herzerkrankungen und Bluthochdruck. Auch die Einnahme bestimmter Medikamente wie Antidepressiva oder blutdrucksenkende Mittel kann eine Ursache sein.
- 4. Wie wird sexuelle Lustlosigkeit behandelt?
- Es gibt verschiedene therapeutische Maßnahmen, die ergriffen werden können, um sexuelle Unlust und damit einhergehende Probleme zu überwinden. Dazu gehören Sexual- oder Partnerschaftsberatungen, das Anpassen bestehender Medikationen (die sich negativ auf Ihr sexuelles Verlangen auswirken könnten), Sexualerziehung oder eine Sexualhormon-Behandlung. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin oder mit einem Experten - das ist der beste Weg, um die für Sie geeignete Maßnahme zu bestimmen.
- 5. Was geschieht durch eine Totaloperation mit meinem Körper?
- Der weibliche Körper durchläuft durch den chirurgisch bedingten Eintritt der Wechseljahre eine Phase starker Veränderungen. Ein niedriger Östrogenspiegel kann zu klimakterischen Symptomen, etwa Hitzewallungen, Schlafstörungen, Vaginaltrockenheit und Stimmungsschwankungen führen. Frauen in den Wechseljahren nach einer Totaloperation haben auch einen deutlich niedrigeren Testosteronspiegel - innerhalb weniger Tage nach der Operation kann er um bis zu 50 Prozent fallen. Bei niedrigen Östrogen- und Testosteronspiegeln kann das sexuelle Verlangen nachlassen. Es wird angenommen, dass Östrogen eine wichtige Rolle für die Vaginalfeuchtigkeit spielt und Testosteron von zentraler Bedeutung für das sexuelle Verlangen der Frau ist. Viele Frauen in den chirurgisch bedingten Wechseljahren klagen über einen Verlust ihres sexuellen Verlangens, nachlassende sexuelle Erregbarkeit und ein vermindertes Lustempfinden. All das kann sich negativ auf eine Beziehung auswirken.





